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GründerUni Bayreuth - Stabsabteilung Entrepreneurship & Innovation

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Group XS – aus Oberfranken in die Welt

Nach mehreren Jahren einschlägiger Erfahrung in großen Unternehmen, wo gerade die Kommunikation im Team sich immer als schwierig erwies, beschloss Diplom-Physiker Tobias Hertkorn dort anzusetzen und die Kommunikation miteinander mit softwarebasierten und serviceorientierten Lösungen zu verbessern. 2013 war es dann soweit und er gründete „GroupXS“. Es dauerte dann – zunächst mit einem sehr kleinen Team - 1 Jahr bis zum ersten großen Kunden und ca. 2 Jahre bis der Durchbruch geschafft war. Inzwischen beschäftigt GroupXS mehr als 25 Entwickler, Designer und Projektkoordinatoren und arbeitet an zahlreichen Projekten für namhafte Firmen. Wir durften unserem ehemaligen Studenten und heutigen Geschäftsführer Tobias Hertkorn einige Fragen stellen:

Wie waren die finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten? – gab es jemand, der an Ihre Idee glaubt und Ihnen eine „Anschubfinanzierung“ geleistet hat?

Wir hatten das Glück, dass mehrere Unternehmer an uns geglaubt haben und uns mit Rat und einer monatlichen Unterstützung zur Seite standen. So haben wir früh gelernt mit Geld genau zu haushalten und hatten trotzdem die Möglichkeit auch ins Risiko zu gehen. Dieses Modell versuchen wir nun auch selbst für junge, befreundete Neugründungen zur Verfügung zu stellen. Auf Banken braucht man sich auf keinen Fall verlassen.

Welche Marketingideen haben Sie ergriffen oder sind geplant?

Da wir ein B2B Produkt entwickeln geht viel über Messen, AdWords und Weiterempfehlungen.

Haben Sie bei Ihrer Gründung die Hinweise/Beratung /Unterstützung durch Mitarbeiter der Universität Bayreuth in Anspruch genommen?

Nein. Ich finde es toll, welche Angebote es dort mittlerweile gibt. Zu meiner Studienzeit gab es sie noch nicht.

Können Sie sich vorstellen, sich nach Ihrem Studium voll umfänglich Ihren Gründungsabsichten zu widmen?

Ich habe erst klassisch gearbeitet. Im Nachhinein passt das schon so, die Idee wie sie jetzt ist musste reifen. Ich hätte mich allerdings einfach gleich trauen sollen, dann halt mit einer anderen Idee.

Was können Sie aus Ihren Erfahrungen die Gründung betreffend an Interessierte weitergeben?

Es macht Spaß und man arbeitet für sich selbst. Man lernt viel über sich selbst. Es ist viel Arbeit, für die man oft keine Anerkennung kriegt. Daher muss man selbstmotiviert sein, es ist eher wenig glamourös. Sehr zeitintensiv, man geht an seine Grenzen. Und damit nicht für jeden, gerade weil viele unsichere Entscheidungen, schnell zu treffen sind. Das muss man können.

Ich kann nur jedem empfehlen nicht dem schnellen Geld durch VCs hinterherzujagen. Die Einschränkungen die man sich dort im Gegenzug ins Unternehmen holt sind unserer Erfahrung nach zu groß. Die Angebote durch Bund, Staat und Universität sind allerdings oft sehr, sehr gut und wenig bekannt.

Was halten Sie von der Idee, auf dem Campus der Universität ein Institut für Entrepreneurship & Innovation mit „Gründerbüros“ und „Café“ zu errichten, in welchem Gründungsinteressierte ihren Geschäftsideen nachgehen, sich treffen, austauschen und Partnerschaften knüpfen können?

Austausch, vor allem kritischer Austausch ist sehr wichtig. Diese Räume als Co-Working mit technischer Ausstattung wären ideal. Ein einfacher Ideenaustausch ist wichtig, allerdings nur punktuell. Am Ende geht es immer um die Umsetzung, nicht so sehr um die Idee.


Verantwortlich für die Redaktion: Tanja Meffert

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