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GründerUni Bayreuth - Stabsabteilung Entrepreneurship & Innovation

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GraphHopper – Dahinter versteckt sich eine Routenplanung für Software. Mit der Directions API können bspw. Tourenplanungsprobleme gelöst und die Routenplanung in die kundeneigene Software integriert werden. 2012 startete Peter Karich – Absolvent der Physik der Universität Bayreuth – damit als Freizeitprojekt, ehe er sich 2014 mit Stefan Schröder aus München zusammen tat. Ingenieur Schröder arbeitete zu dem Zeitpunkt für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und ist Urheber des Programms Jsprit, dass Routen mit mehreren Zielen optimiert. Fahrt auf nahm die Gründung 2015 mit der Auszeichnung durch das Bundeswirtschaftsministerium mit dem Gründerpreis für Unternehmen aus dem IT-Bereich – und damit 30.000€ Startkapital. Wir haben uns mit Peter Karich über die Anfänge seiner Zeit als Gründer und Unternehmer unterhalten.


Wie lange hat es von der Idee bis zur Umsetzung gedauert?

Schwierig zu sagen. Vermutlich 1 Jahr von der ersten Code-Zeile bis zum ersten Consulting-Kunden. Aber doch eher 2-3 Jahre von der ersten Code-zeile bis zu dem Produkt von dem wir jetzt leben, der GraphHopper Directions API einem SaaS für Routenplanung.

Ist es Ihrer Meinung nach einfacher, alleine zu gründen oder doch lieber im Team?

Hat beides Vor- und Nachteile. Ohne externes Funding ist es einfacher mit einem Team zu gründen, da man so mehr Kräfte hat die kostengünstig arbeiten

Welche Lehrangebote im Bereich Entrepreneurship haben Sie an der Universität Bayreuth in Anspruch genommen?

Da gab es damals glaub ich nur eine Veranstaltung über rechtliche Grundlagen einer Gründung (via Herrn Kokott)

Welche Marketingideen haben Sie ergriffen oder sind geplant?

Unsere Open Source Projekte und der Blog leisten einen guten Dienst. Alle anderen Kanäle, wie Google, Twitter, Facebook, Stackoverflow, ... haben wir probiert, sind aber für uns nicht so optimal.

Was können Sie aus Ihren Erfahrungen die Gründung betreffend an Interessierte weitergeben?

Da kann man sicher ein Buch schreiben. Aber das wichtigste für mich wäre gewesen, wenn mir jemand gesagt hätte, dass man keinen Investor braucht bzw. die meisten gut ohne einen auskommen. Medien und Wettbewerbe sind dermaßen darauf fokussiert, dass man annimmt "raisen von VC" ist normal, was aber gerade bei einem Softwareunternehmen nicht notwendig ist und viele Probleme mit sich bringen kann. Zum Glück haben die Investoren nie gepasst und so sind wir heute unabhängig und müssen uns keinen Stress machen bei dem Erreichen von irgendwelchen Pseudo-zielen.

Man muss manchmal zu Dingen "nein" sagen (können), die gutes Geld bringen aber viel Aufwand sind (oder Aufwand bedeutet, der einem bei der Verwirklichung seiner "Vision" wenig bringt). Aber das ist gar nicht so einfach und auch nicht immer einfach, von den Dingen zu unterscheiden die wichtig sind.

Was halten Sie von der Idee, auf dem Campus der Universität ein Institut für Entrepreneurship & Innovation mit „Gründerbüros“ und „Café“ zu errichten, in welchem Gründungsinteressierte ihren Geschäftsideen nachgehen, sich treffen, austauschen und Partnerschaften knüpfen können?

Das ist eine sehr gute Idee. Ich war damals schon sehr abgekoppelt und hatte das Gefühl, dass man zum Netzwerken immer nach Nürnberg musste. Und so etwas hätte sicher in einigen Dingen geholfen. Und wenn es auch nur zum Schulterklopfen ist :).

Zum Artikel im Nordbayerischen Kurier...


Verantwortlich für die Redaktion: Tanja Meffert

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